Was für eine unruhige Nacht. In der Straße, in welches unser Zimmer zeigt, ist eine Disco. Und es ist Samstag Nacht. Gegen 3 Uhr treffen sich gefühlte 200 Kubaner vor unserem Fenster um sich zu verabschieden. Kubaner reden laut... sehr laut. Die Musik dröhnt aus den Autos, Türen knallen, Gelächter, Hupen. Ich krabbel zu Ronald unter die Decke, er ist auch wach. Gut eine Stunde später haben wir es geschafft und können weiterschnarchen.
Heute geht es schon früh los. Bereits 8.30 Uhr ist Abfahrt. Die Sonne lacht wie immer. Heutiges Ziel: Der Wasserfall in den Bergen und dann Trinidad. Vorbei an imposanten Landschaften, Zitrusplantagen etc. sehen wir im Hintergrund schon die Berge.
Die letzte Strecke zum Wasserfall soll eigentlich in russischen Militärlastwagen stattfinden. Da es aber vor kurzem einen Unfall gab, hat TUI die Autos kurzerhand aus dem Programm genommen. Andere Reiseveranstalter fahren anscheinend noch, den unterwegs treffen wir die Kolosse an.
Egal. Wahrscheinlich sind uns blaue Flecken am Hintern erspart geblieben. Denn die Straße durch den "Dschungel" ist schon mehr als abenteuerlich.
Nach einem kleinen Begrüßungsgetränk in dem Restaurant wo wir später zu Mittag essen werden, machen wir uns zu Fuß auf den interessanten Weg zum Wasserfall. Wir werden von einem kubanischen Reiseleiter begleitet der super deutsch spricht, da er früher in Sachsen stationiert war. Er erklärt uns viel zur Flora und Fauna. Wir lernen zum Beispiel, dass es in Kuba KEINE giftgen Tiere und Pflanzen gibt.
Hier einmal ein paar Eindrücke von unterwegs:
Nach ca. 1 Stunde Wanderung über Stock und Stein, erreichen wir den Wasserfall.
Wir haben die Möglichkeit zu baden. Ronald lässt sich mal wieder nicht 2x bitten und springt sogar von einer ca. 7m hohen Aussichtsplattform in die Tiefe:
Nach einer ausgiebigen Badepause geht es zurück zum Essen und dann weiter mit dem Bus nach Trinidad. Die Fahrt dauert heute recht lang. Wir sitzen wieder 2 Stunden im Bus. Endlich erreichen wir unser Ziel.Trinidad ist eine kleine, recht bunte Stadt wo das Zentrum - der Plaza Mayor - noch recht gut erhalten ist. Es gibt kaum Hotels. Hier ist das echte koloniale Kuba noch zu spüren. Später kehren wir noch in die Bar "La Chancharacha" ein. Hier gibt es wieder ein kubanisches Getränk. Irgendwas mit Honig. Wie immer sehr süß aber lecker und sogar erfrischend.

Wir haben etwas freie Zeit und schlendern durch die Gassen über einen Handwerkermarkt. Ronald fällt plötzlich ein, dass er schon immer einen Panamahut haben wollte. Also kaufen wir einen. Jetzt ist der perfekte Tourist vollständig - siehe Bild
Nach einer guten Stunde treffen wir wieder auf unsere Gruppe und fahren zum Hotel. Das "Brisas del Mar" liegt etwa 15 Minuten außerhalb des Ortes, direkt am Karibischen Meer. Der Blick von unserem Balkon ist traumhaft:
Unser ist der untere Balkon.

Die Lobby:
Als erstes gehen wir zum Meer, das 1. Mal in diesem Urlaub sind wir am Strand. Zudem am karibischem Meer, da Trinidad an der Südküste Kubas liegt. Varadero liegt im Norden und somit am Golf vom Mexiko. Ich halte die Füße ins Wasser um wenigstens auch sagen zu können: "Ich war in der Karibik!". Ronald springt selbstverständlich wieder ganz rein. Die Sonne geht unter. Ein tolles Bild bietet sich uns.

Es ist abends. Wir machen uns hübsch, denn heute abend gehen wir vornehm essen. Unsere Gruppe fährt geschlossen nochmal in die Stadt. Heute abend steht das 5 Sterne Iberostar auf unserer Speisekarte.
Wir essen sehr gut und schlendern danach noch etwas durch die Gassen. Unser Reiseleiter bringt uns zu einer Menschenansammlung. Es ertönt Livemusik. Man muss einfach mitswingen. Es ist unbeschreiblich. Die Kubaner sind ausgelassen. Tanzen und tanzen. Ob Jung oder Greisalt. Wir staunen nur... über deren Bewegungen. Selbst Europäer wagen sich mit in die Menge. Man sieht es ihnen sofort an.
Genug gesehen. Es geht zurück ins Hotel. Morgen soll unsere Rundreise schon enden. Dennoch freue ich mich auf unser Badehotel in Varadero. Endlich die Koffer auspacken zu können. Anzukommen. Aber keine Sekunde bereuen wir die letzten Tage. So viele Eindrücke, so viele Erlebnisse. All das, was wir ohne Rundreise nie gesehen hätten, lässt uns auch heute glücklich und totmüde einschlafen.