Diese Nacht hat es schon etwas besser geklappt mit dem Schlafen - es dämmert immerhin schon
Heute verlassen wir Havanna schon wieder. Etwas Wehmut mischt sich mit Vorfreude, da ja noch so viele tolle Sachen kommen sollten. Unser Gepäck wird verstaut und wir rollen mit unserem kleinen Reisebus über die kubanische Autobahn gen Süden. Die Autobahn auf Kuba ist auch ein Erlebnis für sich. Ungefähr zweispurig pro Richtung, natürlich ohne jegliche Linien oder Mittelleitplanke. Menschenansammlungen direkt auf der Straße sind keine Seltenheit. Die warten darauf, dass sie mitgenommen werden. Sowas wird in Kuba übrigens sogar organisiert, da nicht jeder ein Auto hat. Da steht dann ein blau-uniformiertes Männchen und hält Autos an und man ist als Fahrer verpflichtet Leute mitzunehmen. Falls man sich weigert, kann man das Auto (es gehört nämlich dem Staat) und somit auch die Arbeit verlieren.
Eine Rinderherde die die Autobahn kreuzt als auch Radfahrer sind keine Seltenheit. Schmunzeln und Kopfschütteln wechseln sich ab.
Wir halten zwischendurch auf einer kleinen Finca mit Minizoo.
Unser erstes richtiges Ziel heute ist jedoch die Krokodilfarm. Zu Beginn kann man die kleinen Racker auf die Schulter nehmen. Lässt sich Ronald natürlich nicht 2x sagen. Ich winke dankend ab.
Die Farm ist sehr schön angelegt und erinnert ein wenig an Urwald:
Und dann sichten wir die ersten "richtigen" Krokodile. Diese sind dann schon gute 3m lang. Uuuuoooohhhh! Mein lieber Schwan, denen möchte man nicht im Dunkeln begegnen.
Nun aber schnell mein Lieber:
Alle Krokodile eindringlich beobachtet, geht es nun zum Mittag in ein nettes uriges Restaurant. Auf der Fahrt dahin erfahren wir, dass die Klimaanlage defekt ist. Gaaanz schlecht. Ein eigentlich untragbarer Zustand. Wir fahren erstmal essen. Vielleicht kriegt unser Busfahrer es ja repariert. Kubaner sind diesbezüglich ja erfinderisch. Beim Essen zur Auswahl (wie übrigens immer) Hähnchen, Hähnchen mit Käse oder Fisch.
Beim Essen erklärt uns unser Reiseleiter, dass der Bus getauscht wird. Wir müssen ein bisschen warten, da der Bus aus Varadero kommt. Es ist brütend heiß - Mittagshitze. Wir warten und warten und warten... verlieren wertvolle Zeit. Aber was soll's. Ohne Klima geht es nicht in diesem Land. Also weiterwarten - am besten im Schatten.
Nach 1 Stunde ist der neue Bus da. Unser Reiseleiter sagt uns hinterher, dass er mit 3-4 Stunden gerechnet hat. Die Kubaner gehen alles schließlich etwas ruhiger an. Gott sei dank hat er sich geirrt. Weiter geht's.
Vorbei an riesigen Zuckerrohrplantagen erreichen wir etwas verspätet unser heutiges Reiseziel Cienfuegos. Unser Hotel ist mitten im Zentrum und begeistert mit niedlichen Innenhöfen:

Wir machen uns frisch und gehen auf die Dachterrasse. Am Horizont sieht man das karibische Meer, die Sonne geht unter. Einmalig und unbeschreiblich ist der Blick von dort oben.
Nach Sonnenuntergang gehen wir noch ein bisschen durch den Ortskern schlendern und genießen die vielen Eindrücke.

Nach dem Abendessen gehen wir nochmal aufs Dach hoch.
EIn letzter Blick auf das beleuchtete Cienfuegos, bevor wir wieder erschöpft ins Bett fallen.