Es ist 5 Uhr morgens, heute soll es endlich losgehen. Die Nacht war unruhig und kurz. Ab ins Bad und dann den Ronald wecken. Er hat auch schlecht geschlafen. Indi ist so lieb und fährt uns zum Flughafen - das Gepäck hat bereits am Vorabend eingecheckt. Es ist noch dunkel und wir können es gar nicht richtig verarbeiten, dass wir "gleich" in Kuba sind.
Von Hamburg geht es nach Düsseldorf. Ronald fliegt zum ersten Mal. Seine Worte als die Boing 737 auf der Startbahn Feuer gibt: "Geil, so was will ich auch für mein Auto". Der Flug dauert nur 1 Stunde und in Düsseldorf warten 3 Stunden Aufenthalt bevor es weitergeht. Diese vergehen jedoch recht schnell. Wir beobachten startende und landende Flieger. Es gibt viel zu gucken. Unser Airbus A330-300 für knapp 300 Personen steht sogar schon bereit.

Aufgrund der Wetterlage fliegen wir oben über Kanada und entlang der Ostküste der USA - Boston, Miami und Key West sind schon beeindruckend. Kurz vor New York treffen wir auf ein heftigtes Schlechtwettergebiet mit Turbulenzen. Der Pilot schaltet sich zu uns und erklärt, was passiert. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt und fallen in ein heftiges Luftloch, sind richtig abgesackt. Ich kralle mich am Sitz fest und bin schon an meinen Grenzen angekommen. Doch gut 1 Stunde später kann ich aufatmen. Alles geht gut.
10 Stunden und 40 Minuten später - Landung am Varadero-Airport. Die Sonne scheint.
Es ist stickig, wir sind ja noch dick angezogen. Ortszeit ist 16.20 Uhr. Zuhause ist es bereits 22.20 Uhr. Der Tag war lang. Nach der üblichen Prozedur des Passcheckens, Leibeskontrolle usw. holen wir unsere Koffer und werden sofort von der TUI empfangen und in einen Buss gestopft. Wir fahren nach Havanna, wo morgen unsere Rundreise startet. Das Land begeistert sofort. Wir fahren die Küste entlang - am Horizont sind Berge zu sehen. Oldtimer überall, Palmen und die Sonne geht unter. Wir sind sprachlos und erschöpft.
Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir die Metropole Havanna. Es ist mittlerweile ganz dunkel. Die Stadt ist laut und belebt. Die Luft steht. Das Hotel erinnert etwas an das Neptun in Warnemünde. Hotel Melia Cohiba - 5 Sterne. Eine imposante Empfangshalle begrüßt uns.
Wir sind glücklich, wollen nach über 20 Stunden Reise jedoch nur noch essen und ins Bett. Im Zimmer geht die Klimaanlage nicht richtig, sie macht einen Höllenlärm. Ich bin genervt und ruckzuck wieder an der Rezeption, nach einer gefühlten Ewigkeit und zwischenzeitlichem Frust funktioniert alles wieder. Wir gehen essen. Wir gehen ins Bett. Die Nacht wird wieder kurz. 6 Stunden Zeitverschiebung sind nicht ohne... doch es sollte besser werden...