Nachdem Frauchen am Donnerstag noch bis 13.00 Uhr arbeiten musste sind wir gegen 15.00 Uhr aus Plau losgekommen und standen ab ca. 17:30 Uhr in Löbnitz an. Zwischendurch war auf der Autobahn Weltuntergang, ein Regenguss vom feinsten, V-max waren 80. Aber zum Glück sollte das der letzte Tropfen Regen sein, den wir bis Montag abend in Plau zu sehen bekommen sollten. Kurz nach sieben waren wir dann auch endlich auf dem Zeltplatz.

Der König hatte zum Glück schon ein Plätzchen reserviert und so wurde das Zelt aufgebaut und das erste Fass Bier angestochen; wie man Festivals halt so beginnt.

Freitag früh ab kurz vor acht brütende Hitze im Zelt, an Schlaf war nicht mehr zu denken, wie die nächsten Tage auch. Also upstaan, Zähne putzen, frühstücken, Fass anstechen; Festival halt.
Im Großen und Ganzen war mir das Billing zwar etwas zu Hard-/Metalcorelastig, aber es gab trotzdem was zu gucken und so ging es als erstes zu
Facebreaker. Schöner oldschooliger Death, dem folgten
God Forbid. 2004 schon als Vorband vom Machine Head gesehen war ich gespannt. Der Circlepit sollte mich auch nicht enttäuschen und so war der Auftritt musikalisch zwar nicht sehr spektakulär, machte aber ungemein Spaß. Nach einer Bierpause am Zelt stand etwas Lokalpatriotismus auf dem Plan und so ging es zu den
Crushing Caspars. Etwas erstaunt, dass Snoopy endlich sein A.C.A.B.-Gehabe lässt zehren sie aber nach wie vor von ihrem ersten Album. Ursprünglich standen dann bei mir
Legion Of The Damned auf dem Plan, aber ich konnte mich nicht wirklich aufraffen, die Hitze.

Deshalb ging es erst zu
Soulfly wieder zurück vor die Bühne und der Auftritt war der beste Gig von Maxe, den ich bisher sah (4 bis heute). Einfach klasse, es wurde sogar jemand auf die Bühne zum mittrommeln geholt (sah ich bisher nur bei Clubgigs). Letztes Ziel für den heutigen Tag waren bei mir
God Seed, die musikalisch ganz lecker waren, aber irgendwie sind Black-Metal-Auftritte ganz schön kalt.
ggg Vorher gab es aber noch
Pestilence, die mir diesbezüglich mehr zusagten.
Am Samstag lernten wir dann auch recht nette Nachbarn kennen, die uns Flunkiball beibrachten und so wurde also gespielt.

Musikalisch standen dann
Warbringer an, die richtig geil anzusehen waren. Extrem geiler 80er Thrash, mit allem drum und dran. Dem sollten erst wieder
Sepultura,
Der W und
Amon Amarth folgen. Erstere hatten zwar eine ziemlich oldschoolige Setlist, stanken aber gegen Soulfly fürchterlich ab. Herrn Weidner sah ich irgendwie nur die letzten 30 Sekunden, weil ich mit dem Rücken zur Bühne stand (um mich mit den anderen zu unterhalten

). Er kam aber einigermaßen an und bedankte sich auch, dass er akzeptiert wurde. Der Auftritt der Nordmänner dagegen war die Wucht in Tüten, eine göttliche Setlist, die mit viel Energie und etwas Pyro rausgehauen wurde und mächtig Eindruck machte.

Am Sonntag ging es dann auch nach der Sportstunde erst zu
Down wieder rüber. Schwere Kost und ein völlig verstrahlter Phil Anselmo machten es mir nicht gerade leichter. Dann ging es endlich an den Hauptgrund, weswegen wir anreisten,
Social Distortion. Mike Ness ist all das, was Stefan Weidner gern wäre und so strotzte der Auftritt nur so vor Coolness. Großartig! Dem sollten folgen, weswegen der König angereist war und so sah ich das erste mal
Motörhead live. Was Lemmy und Co da auf die Bühne zauberten war einfach nur wow! Geile Songs, viel Energie und ein Drumsolo vom Mikkey, von dem sich so mancher Jungspund was abschneiden kann. Klasse!
Auf dem Zeltplatz wurden wir dann noch Zeugen, wie etwas weiter weg einige einen Container in Brand steckten und fleißg Müll und Gaspatronen hineinwarfen, bis die Flammen Meterhoch waren und die Feuerwehr mit großem Gerät anrücken musste. Die Masse natürlich drumherum am jubeln und gröhlen, als bereits parallel dazu ein zweiter Brandherd loderte.
Vollkommen daneben!