Gestern abend gaben sich die Israelis von Brutal Polka im Rostocker Zwischenbau die Ehre.
Selbst bezeichnen sie sich als Gore-Metal Boogie-Bluegrass Techno-Death Jive-Gospel Waltz-Fast Bossa -Band, Haupteinflüsse sind aber Punk und Ska. Das klang vielversprechend und so stiefelte ich zu ca. 20.00 Uhr dorthin ohne wirklich was von den Jungs zu kennen. Gegen halb zehn ging es dann auch tatsächlich los und nun stelle man sich folgendes von links nach rechts auf der Bühne vor:
Fred Feuerstein mit Bass, Borat (in seinem allseits bekannten Badeanzug!) mit Gitarre, den Polizisten der Village Peaople am Mikro und Keyboard, dahinter Machine aus dem Film 8mm am Drumset und einen Stormtrooper mit Gitarre. Dann hat man so ziemlich exakt ein Bild von Brutal Polka auf der Bühne.

Musikalisch verwursten die Jungs so ziemlich alles von Ska über Punk bis hin zu teils Thrashmetalartigen Riffs und irgendwie kommt einem vieles von irgendwoher bekannt vor. Keine Ahnung, ob die Jungs tatsächlich auch was selbst geschrieben haben, wahrscheinlich schon.

Im Zwischenbau
geschätzte gezählte 32 Hanseln, die anfangs nur zögerlich agierten, sich aber zunehmend auf die Band einließen. Der Auftritt war eine Mischung aus Eläkeläiset, der Bloodhoundgang und klassischem Punk, machte aber ungemein viel Spaß. Nach einigen Songs entdeckte Sänger Kramer E. Frog auch die dort rumstehende Couch und legte sich für die nächsten 1,5 Songs nieder. Passend dazu wurde
I wish I could masturbate with my left hand gespielt.

Die Stimmung war gut und so gab es nach entsprechenden Rufen auch noch zwei Songs als Zugabe. Mit dieser Tour promoten die Jungs übrigens ihr letzte Woche erschienenes zweites Album The Gargantuan Return Of The Frogz And The Holy Cocks.
Vor größerem Publikum wäre das ganze wohl eine Mordsgaudi gewesen.
Aufgenommen: Aug 20, 10:42