Freitag, 21. August 2009Ambrace - Metal From The Seaside Ambrace sind eine sehr junge Band aus Rostock, die im April ihr erstes Demo auf die Menschheit losließ. Die Platte kommt mit 5 Songs daher und ist insgesamt 25 Minuten lang, was für ein Demo recht anständig ist. Confidence After Feeling macht den Opener und los geht es mit Sirenen-Intro, bevor der im Midtempo gehaltene Song mit ziemlich thrashlastigen Riffs richtig eröffnet. Dazu gesellt sich ein Gesang, der eine ziemliche Hardcoreattitüde aufweist. Das folgende, auch auf deren Myspace-Seite bereitgestellte, Blind Fight beginnt etwas zügiger, die Riffs wechseln zwischen Mid- und Uptempo, sind aber eingänger. Temptation startet dagegen langsam, nur um dann richtig aufzudrehen und einen Refrain rauszubellen, der hardcore-iger kaum sein kann. Im Mittelteil gibt es noch ein schönes, langsames Solo, nur um zum Ende hin wieder alle Register zu ziehen. Unresolved Mystery steigt schnell ein, der Gesang klingt ein klein wenig nach Deathmetal, der Song selbst klingt aber ein bischen nach irgendeiner-zwischen-den-anderen, was aber nicht negativ gemeint sein soll. Zu guter Letzt gibt es mit Human noch einen relativ langsamen Titel der richtig schön groovt und klingt als wolle er alles niederwalzen. Hat ein klein wenig was von Bolt Thrower.Fazit: Ziemlich geile Scheibe und eine Band in der m.M. nach viel Potential steckt. Montag, 27. Juli 2009CasketGarden - Incompleteness In Absencee CasketGarden sind eine hier recht unbekannte Thrash/(Melo-)Death-Metalband aus Ungarn, die es mittlerweile auf drei Alben gebracht hat und Incompleteness In Absencee ist deren jüngster Spross.Nach dem kurzen, ruhigen, instrumentalen Intro geht es sofort los. Im Uptempo gehalten geht es mit treibenden Riffs und mächtigem Drumming auch mächtig voran. Die Stimme des Sängers liegt in der Tonlage irgendwo zwischen thrashigem Gekeife und schönen Growls, hebt sich aber etwas vom klassischen Melodic-Death-Singsang ab, außerdem werden zwischendurch keine cleanen vocals benutzt. Die Songs selbst sind recht eingängig aber weitesgehend nach dem gleichen Schema aufgebaut, wodurch sie sich schnell abnutzen aber dennoch nicht alle gleich klingen. Im Mittelteil gibt es wieder ein ruhiges Instrumental als Pause und nach insgesamt elf Titeln endet das Album. In der Summe aber ein sehr gutes Album, bei dem man, wenn man es nicht zum Vollpreis sieht, ziemlich bedenkenlos zugreifen kann. Donnerstag, 18. Juni 2009UngraveD - A Life Elder UngraveD sind eine ziemlich unbekannte Band aus Novosibirsk, die Melodeath spielen, der irgendwie etwas anders klingt als moderner Einheitsbrei. Das einzige was auf ihrem Debütalbum "A Life Elder" dem Melo zuzuordnen ist sind die prägnanten Keyboardklänge, der Rest ist ziemlich reinrassiger Deathmetal.Das Album beginnt mit einem recht schwermütigen Intro, was die Keyboardlastigen Züge bereits andeutet und endet mit dem wesentlich leichtfüßigeren At Last. Dazwischen liegen acht Titel im Mid- bis Uptempo. Der Gesang ist durchgängig gegrowelt und passt leider nicht so 100%ig zu den beschwingten Klängen des Keyboards. Trotzdem lässt sich das Album sehr gut hören und wird auch nicht langweilig, die Stücke sind abwechslungsreich; für meinen Geschmack (trotz dessen dass ich Children of Bodom mag) ein ganz klein wenig zu viele Keyboards. Samstag, 28. März 2009Chrome Division - Booze, Broads and Beelzebub Das zweite Werk der Norweger um Stian Tomt Thoresen (Gitarrist bei Dimmu Borgir) stammt aus dem letzten Jahr und kommt mit insgesamt 13 Songs, inklusive einem ZZ Top-Cover daher. Die Texte handeln hauptsächlich, wie sollte es auch anders sein, von Autos, Motorrädern, Frauen, dem Teufel und natürlich viel Alkohol. Stilistisch bietet es stark vom Rock'n Roll beinflussten Metal, der ordentlich auf die Tube drückt, aber offen gestanden nichts wirklich neues bietet. Vieles kennt man von Größen wie Motörhead oder Monstermagnet. Dennoch macht das Album Spaß und passt bestens ins Auto oder auf die Party. Donnerstag, 26. März 2009Astray - Silence Is Not An Option Astray sind eine Metalband von der Insel Rügen. Dem bereits 2007 veröffentlichtem Debütalbum ging eine selbstveröffentlichte EP namens Reincanated vorraus, von der drei Songs auch für das Album Verwendung fanden.Mit lustigem 50er-Jahre-Radio-Intro geht es los und mit Revenge bekommt man gleich einen Song vorgesetzt der zeigt wo es lang geht, schnelle Bassläufe und fliegende Gitarren geben den Ton an. Gefolgt von Reincarnated, was nicht ganz so brachial daherkommt und etwas eingängiger ist und Tear It Down, was wieder im Zeichen von Revenge steht geht es zügig vorwärts. Die Jungs erinnern zuweilen an Pantera, kommen jedoch etwas Hardcorelastiger daher. Weiter gehts mit Raise Your Fist und Fuckin' Deprived, die den vorrangegangenen Titeln in nichts nachstehen. Mit A Paradox Solution folgt der erste Song, der auch schon auf der EP zu finden war, ebenso wie Hypocrisy Nation und Crude Valuation. Dazwischen kommen noch die Songs Angry Bastard, The Infection - The Human, 152 vs 88, ein Song gegen Nazis und als einziger in deutsch vorgetragen, der ansonsten aber sehr gut zum Rest passt und Astray. Wenn man wollte kann man vielleicht ein wenig die mangelnde Abwechslung beklagen, aber ansonsten ein sehr solides Album. Dienstag, 24. Februar 2009Criminal - White Hell Am 27. soll er erscheinen, der jüngste Output der ehemaligen Chilenen um Criminal. White Hell heißt die siebente Scheibe und erscheint via Massacre Records.Geboten wird extrem gut gespielter Thrashmetal mit z.T. klassischen Death-Metal-Vocals. Dazu eine kleine Prise südamerikanischer Folk und man kann unschwer erkennen auf wessen Pfaden die, mittlerweile in England ansässigen, Jungs wandeln. Der Opener 21st Century Paranoia macht sofort klar worum es hier geht, schnelle Blastbeats, aggressive Growls und knallharte Riffs; kein Wunder dass sie sich schon mit Bands wie Exodus, Slayer und Anthrax die Bühne teilten. Das Album kommt mit insgesamt 12 großartigen Songs daher und mein Exemplar ist schon via Amazon vorbestellt. Meine erste Berührung mit dieser Band, aber dafür eine sehr intensive, wenn die Vorgängeralben ähnlich gestrickt sind, dann ist die Band eigentlich zu Unrecht so unbekannt. Mittwoch, 18. Februar 2009Without Grief - Deflower Eine absolute Perle des Melodic-Death-Metals stellt das 1997 erschienene Debütalbum der Schweden Without Grief dar.Gleich der Titeltrack "Suicidal Stroke" macht klar, was es hier zu hören gibt, sauber gespielten Deathmetal, der sehr raffiniert arrangiert ist. In eben jene Fußstapfen tritt auch das zweitplatzierte "The Last Days", bevor mit dem Titeltrack "Deflower" das erste große Highlight folgt. Dieses Stück ist eine nahezu perfekte Mischung aus klassischem Deathmetal und eingängigen Gitarren ohne sich dabei aber in Melodien zu verlieren. Mit dem im Midtempo gehaltenem "Shallow Grave" geht es wieder etwas klassicher weiter, tiefe Growls und treibende Gitarren; ebenso mit dem schnelleren "The Failure's Grave". Mit "Your Empty Eyes" folgt eine weitere Midtemponummer, bevor mit "Betrayer Of Compassion" das zweite große Highlight aus den Boxen tönt. Ganz im Stile von Deflower ist es sehr ausgewogen arrangiert und eingängig. Den Schlusspunkt setzt das instrumentale "Vocalise", im Original übrigens von Rachmaninoff, welches einen sehr beruhigenden Ausklang darstellt. Leider haben es Without Grief nur auf zwei Alben gebracht, nach dem 1999 erschienenem Absorbing The Ashes hat man nie wieder was von den Jungs gehört. Sonntag, 8. Februar 2009Urkraft - A Scornful DeathGleichzeitig stellten sie aber auf der Internetseite noch ihr drittes Album "A Scornful Death" zum kostenfreien Download bereit. Das Album kommt mit neun Tracks daher und ist sehr Death-lastig, soll heißen die großartige Mischung aus Melodie und Härte, die ich auf der "The Inhuman Aberation" so schätzte, fehlt gänzlich. Die Stimme von Sänger Thomas ist nach wie vor markant und hebt sich von anderen Deathmetalbands vielleicht in der Hinsicht ab, dass sie nicht ganz so extrem gegrowlt ist und recht eigen klingt. Das Album ist sehr solide gespielt, klingt aber offen gestanden auf die Dauer etwas monoton, man hat das Gefühl, dass sie die Songs wiederholen. Die Luft scheint tatsächlich raus zu sein und die Kreativität nachzulassen. Aber vielleicht nehmen sich die Jungs auch nur eine Auszeit, finden irgendwann mal wieder zusammen und können an vergangene Alben anknüpfen, wer weiß...
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Ambrace sind eine sehr junge Band aus Rostock, die im April ihr erstes Demo auf die Menschheit losließ. Die Platte kommt mit 5 Songs daher und ist insgesamt 25 Minuten lang, was für ein Demo recht anständig ist. Confidence After Feeling macht den Opener und los geht es mit Sirenen-Intro, bevor der im Midtempo gehaltene Song mit ziemlich thrashlastigen Riffs richtig eröffnet. Dazu gesellt sich ein Gesang, der eine ziemliche Hardcoreattitüde aufweist. Das folgende, auch auf
CasketGarden sind eine hier recht unbekannte Thrash/(Melo-)Death-Metalband aus Ungarn, die es mittlerweile auf drei Alben gebracht hat und Incompleteness In Absencee ist deren jüngster Spross.
UngraveD sind eine ziemlich unbekannte Band aus Novosibirsk, die Melodeath spielen, der irgendwie etwas anders klingt als moderner Einheitsbrei. Das einzige was auf ihrem Debütalbum "A Life Elder" dem Melo zuzuordnen ist sind die prägnanten Keyboardklänge, der Rest ist ziemlich reinrassiger Deathmetal.
Das zweite Werk der Norweger um Stian Tomt Thoresen (Gitarrist bei Dimmu Borgir) stammt aus dem letzten Jahr und kommt mit insgesamt 13 Songs, inklusive einem ZZ Top-Cover daher. Die Texte handeln hauptsächlich, wie sollte es auch anders sein, von Autos, Motorrädern, Frauen, dem Teufel und natürlich viel Alkohol.
Astray sind eine Metalband von der Insel Rügen. Dem bereits 2007 veröffentlichtem Debütalbum ging eine selbstveröffentlichte EP namens Reincanated vorraus, von der drei Songs auch für das Album Verwendung fanden.
Am 27. soll er erscheinen, der jüngste Output der ehemaligen Chilenen um Criminal. White Hell heißt die siebente Scheibe und erscheint via
Eine absolute Perle des Melodic-Death-Metals stellt das 1997 erschienene Debütalbum der Schweden Without Grief dar.









