Gestern geisterte ja die
Meldung durch die Medien, dass die Bundeswehr hochbrisante Daten verlor. Das war allerdings schon Ende 2004.
Unter anderem wohl auch Aufzeichnungen über die Verhöre deutscher Offiziere in US-amerikanischen Geheimgefängnissen und sämtliche Geheimdienstinformationen über Auslandseinsätze der Truppe.
Ein Grund für den Verlust sei, dass aus Kapazitätsgründen nur eine Sicherungskopie auf Band getätigt wurde. Danach erlitt der Roboter einen defekt und wurde ausgetauscht. Diese Daten waren dann beim Zurückspielen zum Teil nicht mehr lesbar und wurden daraufhin vernichtet.
Entschuldigt, wenn ich an dieser Stelle einmal lache. MUAHA.
Dieser oben beschriebene Fall ist der Supergau eines jeden IT-Administrators. Deshalb wird üblicherweise auch immer auf 2 Bändern gesichert.
Nun stellen sich mir folgende Fragen:
"Warum wurde nicht versucht die Daten mit einem Ersatzgerät auszulesen?"
"Warum wurde das Band nicht an eine professionelle Datenrettungsfirma übergeben?"
Selbst wenn das Band von jemandem aufgegessen worden wäre, hätten gute Datenretter diese noch wiederherstellen können. Und ein Datenrettungsunternehmen, was seriös arbeitet, wie es auch (fast?) alle machen, hätte die Informationen durchaus vertraulich behandelt. Es gäbe also keinen Grund zu befürchten, dass diese in falsche Hände gerieten.
Demzufolge kommt mir die ganze Sache spanisch vor, wie übrigens
auch anderen.
Oder ganz provokativ gefragt: "Hatte jemand Interesse daran, die Daten nicht wiederherzustellen?"
Und das in Zeiten von Vorratsdatenspeicherung und Überwachung...
//Nachtrag: Ein kurze
Zusammenfassung der Abläufe von damals und der
Artikel der Tagesschau vom Tag davor.
Wie Golem berichtete sind die die 2004 verloren gegangenen Daten der Bundeswehr nun vom Verteidigungsministerium offiziell als nicht wieder herstellbar und damit unwiederbringlich weg eingestuft worden. Alles andere hätte mich allerdings auch stark gew
Aufgenommen: Jul 09, 13:35